Bearbeitungsgebühren

Um finanzielle Notlagen zu überbrücken, ist für viele Verbraucher die Aufnahme eines Kredites die letzte Lösung. Besonders wenn es um größere Investitionen oder vorhergesehene Reparaturen am Eigenheim geht, ist ein Kredit eine Möglichkeit, die notwendigen Mittel zu erhalten. Aber mit der Aufnahme eines Kredites fallen auch Bearbeitungsgebühren an. Diese sind eine Art Aufwandsentschädigung für den Kreditgeber, denn es ist nicht einfach nur die Erstellung eines Angebots und Vertrages, wenn ein Kredit gewährt werden soll. Der Kreditnehmer muss für die Bearbeitungsgebühren aufkommen. Diese liegen normalerweise bei 2 Prozent und werden von der Darlehenssumme berechnet. Fällig werden die Gebühren mit der Auszahlung eines Darlehens. In wenigen Fällen ist es auch möglich, die Gebühren mit dem Kreditinstitut gesondert zu vereinbaren. Für gewöhnlich werden Bearbeitungsgebühren für die gesamte Laufzeit mit in den effektiven Jahreszins eingerechnet. Dadurch ist es dem Kreditnehmer einfacher, die einzelnen Angebote zu vergleichen. Es kann auch der Fall eintreten, dass nicht nur die Bearbeitungsgebühren erhoben werden, sondern auch ein Disagio. Dies stellt ebenfalls eine Art Gebühr dar. Hier liegt aber der Nachteil für den Kunden darin, dass nicht die gesamte Darlehenssumme ausbezahlt, sondern das Disagio abgezogen wird. Dennoch muss die vollständige Kreditsumme zurückbezahlt werden. Das Disagio wird in den Kreditvertrag mit einbezogen und ist eine Verhandlungssache zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer.

Eine weitere Form der Bearbeitungsgebühren stellen die Kontoführungsgebühren dar. Diese werden normalerweise vierteljährlich fällig. Auf ein Darlehen bezogen, sind die Gebühren der Kontoführung einmal im Jahr zu entrichten. Neben den genannten Bearbeitungsgebühren fallen im Normalfall keine weiteren Kosten an. Allerdings sollte jedes Kreditangebot geprüft werden. Zum einen, um zu sehen, wie hoch die Gebühren tatsächlich sind und zum anderen, um zu sehen, ob eventuell Gebühren im Angebot enthalten sind, die mit dem Finanzdienstleistungsunternehmen nicht verabredet worden sind.

Bearbeitungsgebühren, egal welcher Art, stellen immer eine zusätzliche Belastung dar und sollten bei einem Kreditantrag mit dem Kreditnehmer direkt geklärt werden. So kann sichergestellt werden, dass keine unerwarteten Kosten während der Laufzeit anfallen. Bearbeitungsgebühren sind mittlerweile bei fast jedem Kreditinstitut fällig. Für Darlehen und Kredite werden diese immer erhoben. Geht es um die einfache Kontoführung, bieten Banken auch kostenlose Konten an, ohne das irgendwelche Gebühren entrichtet werden müssen.

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