Rahmenkredite: die wichtigsten Vor- und Nachteile im Überblick

Rahmenkredite – häufig auch Abrufkredite genannt – verbinden typische Merkmale eines Dispositions- und eines Ratenkredits. Sie eignen sich daher gut, um größere Anschaffungen zu finanzieren oder Konsumwünsche zu verwirklichen. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über Rahmenkredite und was für oder gegen diese Finanzierungsform spricht.

Flexibel und bequem: typische Ausgestaltungsmerkmale

Bei einem Rahmenkredit handelt es sich um ein – vom Girokonto unabhängiges – Kreditkonto, das vom Inhaber jederzeit nach Wunsch bis zu einem bestimmten maximalen Betrag (Rahmen) überzogen werden kann. Insofern ähnelt der Rahmenkredit dem Dispositionskredit. Wie beim Ratenkredit sehen die meisten Abrufkredite eine monatliche (Mindest)rückzahlung vor, sie liegt häufig bei 2 % des genutzten Kreditbetrages. Darüber hinaus sind kostenlose Sondertilgungen in beliebiger Höhe möglich. Es werden Kreditrahmen bis zu 50.000 Euro eingeräumt, oft beträgt der Mindestrahmen 2.500 Euro. Die Zinsen werden auf den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag berechnet und sind variabel. Gelegentlich fallen auch Bearbeitungsgebühren an. Längst nicht jedes Kreditinstitut bietet Rahmenkredite an, die Zahl der Anbieter ist begrenzt.

Vor- und Nachteile des Rahmenkredits

Der Rahmenkredit ist ein sehr flexibles Finanzierungsinstrument. Aufgrund der jederzeitigen Verfügbarkeit kann er nach Bedarf wie ein Dispo-Kredit immer wieder in Anspruch genommen werden und muss nicht wie ein Ratenkredit extra beantragt werden. Der große Vorteil gegenüber dem Dispokredit: Die Zinsen sind meist niedriger und eher Ratenkreditkonditionen vergleichbar. Allerdings sind die Zinsen bei Ratenkrediten in der Regel über die Laufzeit fest, bei Rahmenkrediten dagegen variabel und insofern weniger gut kalkulierbar. In der bequemen Verfügbarkeit von Abrufkrediten liegt auch eine Gefahr. Konsumwünsche lassen sich zunächst problemlos realisieren, ohne dass die hiermit verbundenen finanziellen Belastungen sofort spürbar sind. Bei längerer Inanspruchnahme ergeben sich trotz vergleichsweise günstiger Konditionen erhebliche Zinsbeträge und auch ein Abrufkredit muss irgendwann getilgt werden.

Angebote vergleichen – auf den Effektivzins achten

Wenn Sie einen Rahmenkredit nutzen möchten, sollten Sie jedenfalls die Konditionen unterschiedlicher Anbieter vergleichen. Die Bandbreite der Zinssätze ist groß. Für Vergleiche eignet sich vor allem der sogenannte Effektivzins, da er neben den Zinsen auch andere Kostenbestandteile, zum Beispiel Bearbeitungsgebühren, berücksichtigt. Mehr zum Rahmenkredit und den Konditionen verschiedener Anbieter erfahren Sie unter www.kredit-fachwissen.de.

Foto: Torbz – Fotolia

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.