Der Anschaffungskredit – Einfach mal neu einrichten

Manchmal geraten wir in Situationen, in denen mehr finanzielle Mittel benötigt werden, als man ursprünglich eingeplant hatte. Dieses kann beispielsweise eintreten, wenn sich Nachwuchs in der Familie ankündigt und daher der bisherige Wohnraum zu klein ist oder wenn das Auto durch einen technischen Defekt in die Werkstatt muss.







Für diesen Fall der Fälle bieten Geldinstitute entsprechende Anschaffungskredite an, die auch als

  • Ratenkredite,
  • Konsumentenkredite oder
  • Autokredite

dem Verbraucher angeboten werden.

Beim Anschaffungskredit handelt es sich um einen Darlehensbetrag, der zuvor zwischen einer Privatperson und dem Geldinstitut vertraglich vereinbart wurde. Der Geldnehmer verpflichtet sich, den Kredit in monatlich festgelegten Raten, die gleichbleibend sind, an den Geldgeber innerhalb einer vereinbarten Laufzeit zurückzuzahlen. In den monatlichen Raten sind sowohl die Zinsen als auch die Tilgung enthalten. Sind für den Kredit Bearbeitungsgebühren angefallen, so sind auch diese in den monatlichen Raten enthalten. Anschaffungskredite werden meist in Beträgen von eintausend bis hin zu fünfundsiebzigtausend Euro von den Geldinstituten vergeben. Die Laufzeit für die Rückzahlung kann zwischen den Vertragsparteien auf bis zu vierundachtzig Monate vereinbart werden.

Abwicklung von Anschaffungskrediten

Anschaffungskredite werden von den meisten Geldinstituten als Blankokredit angeboten. Der Geldnehmer muss bei dieser Kreditvariante keine Sicherheiten stellen. Als Standard wird jedoch beim Fall der Nichtzahlung der monatlichen Raten eine Gehaltsabtretung an das Geldinstitut vereinbart. Beim Antrag auf einen Anschaffungskredit genügen die Vorlage der letzten drei Lohn- und Gehaltsnachweise sowie der Personalausweis. Ist die Bonität des Geldnehmers nicht ausreichend, so kann das Geldinstitut eine zusätzliche Bürgschaft zur Absicherung des Kredites fordern. Die Zinsen für einen Anschaffungskredit liegen deutlich unter den Zinsen des Dispositionskredites. Daher wird auch oftmals ein Anschaffungskredit aufgenommen, um einen bestehenden Dispositionskredit auszulösen.

Bei der Inanspruchnahme eines Anschaffungskredites kann sich der Vergleich zwischen Filialbanken und Direktbanken lohnen, da die Zinsen hier oft erheblich variieren können. Kommt der Kreditvertrag zwischen dem Geldinstitut und dem Geldnehmer zustande, so wird dieser auch die Daten der Schufa eingetragen. Dort werden die Kredithöhe sowie die Laufzeit des Kredites entsprechend vermerkt.

Beendigung des Anschaffungskredites durch Kündigung

Von Anschaffungskrediten, die nach dem 11.06.2010 vertraglich vereinbart wurden, können die Geldnehmer jederzeit sowie ohne irgendeine Frist zurücktreten. Das Geldinstitut kann in diesem Fall aber die Vorfälligkeitsentschädigung in Rechnung stellen. Die Höhe dieser Vorfälligkeitsentschädigung ist gesetzlich genau festgelegt.

Das Geldinstitut kann dem Geldnehmer den Kredit nur kündigen, wenn dieser mit zwei Raten teilweise oder auch ganz in Verzug ist, eventuelle Ratenrückstände bestehen und die Kündigung in einer dritten Mahnung unter Fristeinhaltung von zwei Wochen angekündigt wurde.

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