Woher kommt der Kredit ohne Schufa?

Woher kommt der Kredit ohne Schufa?

Der bereits berühmt und bekannte „Kredit ohne Schufa“ hat seinen Ursprung in der Schweiz. Aber wo liegen die Ursprünge des Kreditmodells und welche Rolle spielt die Bonität bei einer derartigen Kreditvergabe?

Stabiler politischer Status

Dass der Kredit ohne Schufa ausgerechnet aus der Schweiz kommt, dürfte zwei Gründe haben. Einerseits die geographische Nähe zu Deutschland, und andererseits auf Grund der Tatsache dass die Schweiz schon lange ein beliebter Standort für Banken darstellt. Die über die letzten Jahrhunderte wirtschaftlich und politisch stabile Schweiz hat sich diesen Status auch hart erarbeitet. Das Land liegt in der Verwaltung des weltweiten privaten und institutionellen Vermögensvolumen weltweit auf Rang 3. Ein kleines Beispiel um die Vermögenswerte um die es hier geht nur ansatzweise erahnen zu können. Es reicht um dann eins und eins zusammenzuzählen. Wo viel Kapital ist, da ist auch meist ein Wille es zu vermehren. Der Kredit ohne Schufa ist eben so eine Möglichkeit für die Schweizer, Geld an jene Personen verleihen, denen deutsche Banken kein Geld mehr leihen wollen. Natürlich sind die Zinsen dabei entsprechend hoch, aber man ist ja meist für den Kreditnehmer die letzte Hoffnung, so dass die hohe Zinsbelastung gerne in Kauf genommen wird um überhaupt irgendeinen Kredit zu erhalten.

Historische Wurzeln

Die Schweiz war schon ab dem 18. Jahrhundert als ein reiches Land bekannt. Die oben erwähnte Stabilität und ebenso die Neutralität waren für Ausländer gute Gründe um in der Schweiz ihr Geld zu parken. Den grossen Durchbruch schafften die Schweizer Banken in den Jahren zwischen 1864 und 1880. Eine Zeit in der die Industralisierung in ihrer vollen Blüte stand. Als Deutschland 1927 die SCHUFA gegründet wurde, war das der Beginn einer gründlichen Prüfung aller Kreditanfragen. Ursprünglich wollte man zwar eigentlich nur das Zahlungsverhalten der Stromkunden unter die Lupe nehmen, um bei neuen Vertragsabschlüssen keine bösen Überraschungen erleben zu müssen. Die Idee war aber so gut, dass dieses System noch im selben Jahr auch für Kreditkunden Verwendung fand.

Ausbau und Entwicklung der SCHUFA

Menschen mit einem schlechten Zahlungsverhalten in der SCHUFA hatten es ab diesem Zeitpunkt schwer in Deutschland einen Kredit zu erhalten, da fast jede Bank mit der SCHUFA zusammenarbeitete. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die SCHUFA immer weiter ausgebaut, bis man im Jahr 1954 bereits 2,2 Mio. Auskünfte verzeichnen konnte. Der Kredit ohne SCHUFA galt damals in Deutschland noch als Geheimtipp. Erst im Zuge des Internets erlangte der Kredit ohne SCHUFA immer grössere Bedeutung in Deutschland. Er konnte im Internet leichter beworben werden, und günstige Provisionsmodelle für Webmaster beschleunigte seine Bekanntheit immens. Heute ist es schon so, dass Kredite „ohne SCHUFA“ beworben werden, obwohl sie gar keine Kredite „ohne SCHUFA“ sind. Eine grosszügigere Kreditvergabe lässt sie aber als Kredite ohne SCHUFA erscheinen. Und wenn man einmal einen Kredit erhalten hat, ist es schlussendlich ja auch egal wie er vorher genannt wurde. Ebenso Betrüger haben den Kredit ohne SCHUFA bereits für sich entdeckt. Man wirbt mit Mehrwertnummern um den vermeintlichen Kunden bei der Datenaufnahme stundenlang im Gesprach zu halten, um dann doch keinen Kredit zu gewähren. Oder man verschickt Kreditforumlare mit horrenden Nachnahmegebühren und dann ebenso eine Ablehnung auszusprechen. Eine beliebte Methode ist auch hohe Bearbeitungsgebühren zu verrechnen, ohne Kreditvergabe natürlich.

Die Zukunftsaussichten des Kreditmodels

Auf Grund der momentanen Krise der Finanzwirtschaft und deren Kapitalmangel bei der Kreditvergabe, wird auf Grund dessem die Kreditklemme der Banken weiter zunehmem, und die Nachfrage nach Krediten ohne SCHUFA aus der Schweiz eher ansteigen als abnehmen lassen.

Bildquelle ist Falko Matte – Fotolia

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