Bank-Schlamperei: Finanztest warnt vor schlechten Schufa-Einträgen

Laut Finanztest kann eine Kreditanfrage die Einschätzung der Schufa verschlechtern. Schuld daran sind Bankmitarbeiter, die bei der Kreditanfrage einen falschen Knopf klicken.

Eine Testkundin hatte im Auftrag der Stiftung Warentest bei drei Banken nach einem Kredit über 5000 Euro nachgefragt, um die Konditionen zu vergleichen. Nach den Terminen bei Citibank, Commerzbank und ready bank war der Schufa-Eintrag der Testkundin nur noch in der Ratingstufe „D“. Das erfuhr die Kundin aber nur, weil sie sich nach den Beratungen einen Schufa-Selbstauskunft eingeholt hatte. Vor der reinen Anfrage war sie noch in der besten Rating-Gruppe „A“.


Abstufung nach Kredit-Anfrage: Was war passiert?

Die Bankmitarbeiter hatten bei der Kreditberatung falsche Angaben bei der Schufa gemacht. Sie müssen die Anfrage bei der „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ begründen und hatten statt „Anfrage Konditionen“ den Begriff „Anfrage Kredit“ angeklickt. Die Schufa geht jetzt davon aus, dass der Kunde einen Kredit haben wollte und ihn nicht bekommen hat. Deshalb wird er abgewertet. Laut Stiftung Warentest sei das ihren Testkunden in 50 % aller Fälle passiert.

Schlimm: Diese Abwertung des Kunden bleibt normalerweise 12 Monate bei der Schufa gespeichert und bestimmt damit dessen Bonität bei allen Finanzgeschäften. Finanztest versuchte dann, die Falschangaben der Banken durch die Testkundin rückgängig machen zu lassen. Auch das funktionierte nicht ganz. Denn die Frau fand sich jetzt in der Ratingstufe B wieder. Eine Schufa-Sprecherin: „Wenn sich sonst nichts beim Verbraucher änderte, bekommt er theoretisch eine Kreditwürdigkeit ganz ähnlich wie vor der Anfrage.“

Deshalb sollten sich Kunden nach Kreditanfragen eine Selbstauskunft bei der Schufa holen. Die kostet 7,80 Euro. Bei Beschwerden kann man sich an eine Schufa-Servicestelle melden.

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