Leasing und Factoring – Teil 1

Als Alternativen zum herkömmlichen Bankkredit profitieren Leasing und Factoring von steigender Beliebtheit.
Vor allem das Leasing wird immer populärer und gilt bereits als zweitwichtigste externe Finanzierungsquelle nach dem Kredit bei der Bank.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Leasingverträge denselben „Charakter“ wie Mietverträge haben.
Ein bekanntes Synonym für Leasing ist auch Mietkauf. Und das, obwohl das Eigentum beim Leasing auf den Käufer übergeht. Darüber hinaus ist es üblich, dass nach Ablauf des Leasingvertrags das Leasinggut an Dritte bzw. den Leasingnehmer veräußert oder auch an den Leasinggeber zurückgegeben wird.
Noch vor einigen Jahren nutzten diese Finanzierungsquelle fast ausnahmslos Gewerbetreibende. Doch seit einiger Zeit wird das Leasen auch bei Privatpersonen immer beliebter.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen dem Finanzierungsleasing und dem Operative Leasing.
Während beim Finanzierungsleasing noch eine Kaufoption gewährt wird, beinhaltet das Operative Leasing lediglich die jeweilige Leasinggebühr. Leasing ist deshalb für Unternehmen und andere Gewerbetreibende derart interessant, weil Leasingkosten als Betriebskosten geltend gemacht werden können und man somit von steuerlichen Vorteilen profitieren kann.
Vor allem Automobile werden von Privatpersonen und Gewerbetreibenden gleichermaßen gern geleast.
Aber auch das Factoring wird als Finanzierungsquelle kontinuierlich beliebter.

Das Factoring bezeichnet den dauerhaften Ankauf von kurzfristigen Geldforderungen beispielsweise aus Waren- und Dienstleistungen.
Ein Unternehmen tritt dabei seine kurzfristigen Forderungen gegenüber einem Schuldner ab und veräußert diese an ein anderes Unternehmen.
Die Firma, die die Forderung erworben hat, darf im Anschluss das Geld eintreiben. Folglich handelt es sich beim Factoring nicht um ein Kreditgeschäft, wie manchmal behauptet wird, sondern um ein Kaufgeschäft.
Ein großer Vorteil des Factorings ist, dass das Unternehmen, das seine Forderungen verkauft, in Kürze Liquidität erhält und sich nicht länger mit dem Eintreiben der Forderungen beschäftigen muss. In Branchenkreisen gilt das Factoring auch als „umsatzkongruente Finanzierungsform“.
Doch das Factoring sorgt nicht nur für sofortige Liquidität, sondern bietet darüber hinaus umfassenden Schutz vor Forderungsausfällen. Hat man vielleicht als Gläubiger keine Kapazitäten, Außenstände einzufordern, bietet sich die Möglichkeit des Factorings optimal an.
Im Endeffekt führt der Verkauf der Forderungen zu einer Verkürzung der Bilanz und verbessert gleichzeitig die Bilanzkennzahlen. Besonders beliebt ist das Factoring mittlerweile in der Handelsvermittlung, der Metallverarbeitung, dem Ernährungsgewerbe und im Maschinenbau sowie in der Herstellung chemischer Erzeugnisse.

 

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