Leasing oder Finanzierung – Tipps für Existenzgründer

Der Weg von der Idee zum laufenden Unternehmen ist mit vielen Problemen, Aufgaben und weit reichenden Entscheidungen gepflastert. Angefangen bei einer grandiosen Idee, die in ein belastbares Konzept verarbeitet werden muss, bis hin zum detaillierten Finanzplan – alles muss gut durchdacht und realistisch geplant sein, denn jetzt werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Ausfinanzierung einer Existenzgründung ist daher ein wichtiger Baustein, dessen Gestaltung erhebliche Konsequenzen haben kann. Deswegen muss genauer betrachtet werden, ob für Investitionen eine Finanzierung oder ein Leasing günstiger ist.

Alternative Finanzierungsmodelle

Für Investitionsgüter, aber auch für Fahrzeuge, gibt es verschiedene Finanzierungsformen. Der klassische Kredit und auch der Mietkauf bewirken, dass die dafür erworbenen Güter im Anlagevermögen aktiviert und entsprechend der gesetzlichen Regelungen abgeschrieben werden. Direkt steuerlich absetzbar sind jeweils die Zinsen für das Darlehen. Diese beiden Konstellationen wären Voraussetzung für eine Förderfähigkeit der Investitionen, falls ein Förderinstrument greift.
Im Gegensatz dazu stellt ein Leasing-Vertrag ein Mietverhältnis dar. Die Investitionsgüter werden also nicht erworben, sondern auf Dauer gemietet. Nach Ablauf des Mietvertrages kann der Mietgegenstand dann gekauft, weiter gemietet oder zurückgegeben werden. Die Investitionen werden so nicht aktiviert, dafür können die Leasingraten direkt steuerlich abgesetzt werden und wirken sich so minimierend auf den Gewinn aus.

Auswirkungen auf Gründungsverlauf

Abhängig vom Geschäftsmodell und dem realistisch geplanten Umsatz- und Gewinnverhältnis, sollte man die passende Finanzierungsform auswählen. Erster Vergleichspunkt sollten die Konditionen sein, dazu können jeweils die Summen aus allen notwendigen Zahlungen – inklusive Anzahlung und Restwert – verglichen werden. Wobei berücksichtigt werden muss, ob eine Förderung in Frage kommt, dann ist die Entscheidung leicht. Nächstes Kriterium ist die voraussichtliche Ertragssituation zum Ende des Wirtschaftsjahres: Werden laufende Kosten, wie z.B. die Leasing-Rate, zur Gewinnreduzierung benötigt oder nicht? Gibt es da Unsicherheiten, sollte man doch auf die Finanzierung zurückgreifen, da die den Gewinn nicht erheblich schmälert.
Weiterhin sollte beachtet werden, ob die Höhe des aktivierten Anlagevermögens für die Beurteilung der Gründung oder Bonität erheblich ist, wie sich also das Gesamtbild darstellt.

Gut vergleichen und beraten lassen

Die vielfältigen Möglichkeiten, eine Existenzgründung zu finanzieren, sollten gemeinsam mit einem Fachmann, z. B. einem Gründercoach oder Steuerberater, eruiert und intelligent kombiniert werden. Abhängig vom Vorhaben und Investitionsvolumen funktionieren nämlich auch mehrere Wege nebeneinander sehr gut. Grundsätzlich sollten die Entscheidungen aber im Vorfeld gut recherchiert sein, um mögliche Fördermittel und -zuschüsse nicht zu verlieren.

Quelle der Grafik: ilro – Fotolia

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