Festzinshypothek

Die Festzinshypothek spielt besonders im Bereich der Baufinanzierung, als Haus- oder Eigentumsbesitzer eine Rolle. Um ein Eigenheim zu finanzieren, werden in der Regel Hypotheken gebraucht. Der Haus- oder Eigentumswohnungsbesitzer kann sich zwischen Hypothek mit einem variablen Zinssatz oder auch einer Festzinshypothek entscheiden.
Die Festzinshypothek ist ein Darlehen, der sich die gesamte Laufzeit über nicht verändert. Der Zinssatz ist somit gleich bleibend. Bei Vertragsabschluss erfolgt eine vom aktuellen Markt abhängige Zinsfestlegung, die sich auch bis zum Vertragsende nicht mehr ändern kann. Zinsschwankungen am Markt haben somit keinen Einfluss auf die Hypothek, die Bank muss bei den vereinbarten Konditionen bleiben. So ist die monatliche Belastung für den Hypothekennehmer gleich bleibend und eine langfristige ist Planung möglich.
Der Kunde hat eine Sicherheit über mehrere Jahre oder Jahrzehnte hinweg, je nach Laufzeit des Vertrages. Eine Festzinshypothek war früher entweder 5 oder 10 Jahre lang. Heute ist die Laufzeit zwischen 2 und 10 Jahren oder auch bis zu 25 und länger.
Eine Kündigung oder Umwandlung der Festzinshypothek ist nur über eine im Vorfeld im Vertrag schriftlich vereinbarte Zahlung möglich. Der Hypothekennehmer hat nach 10 Jahren die Option den Vertrag zu kündigen, das geht aber nur, wenn er der Bank ein günstigeres Angebot vorlegen kann. Nach Ablauf der vertraglich festgelegten Frist muss der Kunde mit der Bank über einen neuen Vertrag und einen neuen Zinssatz verhandeln. Dieser richtet sich dann nach dem aktuellen Zinsmarkt. Möchte der Kunde das Angebot aber nicht annehmen, so kann es sein, dass er den Restbetrag zurückzahlen muss. Es gibt verschiedene Typen von Festzinshypotheken. Gegen Zinsaufschläge gibt es Festzinshypotheken, die eine unbegrenzte Sondertilgungsmöglichkeit beinhalten. Festzinshypotheken werden vor allen bei Hypothekenbanken und Bausparbanken gegeben und wird als Markenzeichen von Hypothekenbanken angesehen. Aber auch Universalbanken erteilen Festzinshypotheken. Festzinshypotheken werden in der Regel in Verbindung mit einer Lebensversicherung oder einem Bausparvertrag abgeschlossen. Bei dem gleichzeitigen Abschluss mit einer Lebensversicherung hat der Kreditnehmer die Absicherung seiner Angehörigen für den Todesfall. Das gilt auch beim Bausparvertrag, wenn eine Risiko-Lebensversicherung in Anspruch genommen wird. Im Gegensatz zu einer Festzinshypothek ist ein Gleitzinsdarlehn abhängig von der aktuellen Zinssituation. Es wird meist mit einem niedrigen Zinssatz begonnen, kann sich aber jederzeit ändern.